Mittwoch, 9. April 2014

Hitler und andere Religionen


  1. März, Montag
Nach längerer Wartezeit und einigem hin und her telefonieren kam heute morgen endlich das Auto das mich zum Büro von PPAF in Bani Gala bringen sollte. Beim Warten habe ich noch längere Zeit mit dem Sicherheitsmann vor dem Haus mit Händen und Füßen ein paar Informationen ausgetauscht, bevor er sich dann endlich getraut hat nach seinem Der-neue-Bewohner-ist-Ausländer-und-muss-Geld-haben Trinkgeld zu fragen, um danach ausgiebig Gott und mir zu danken. Als ich bei PPAF ankomme, begrüßt mich die Assistentin des CEOs sehr herzlich, hat mich aber drei Minuten später auch gleich weiter in ein Zimmer mit 5 jungen Menschen begleitet, denen ich diese Woche bei einer internationalen Konferenz im Pakistan-China Center helfen werde, einem großen Gebäude das einmal ein Geschenk Chinas an Pakistan war. Meine Aufgabe heute bestand hauptsächlich darin Listen mit Zusagen von Konferenzgästen abzugleichen, was zwar ein bisschen eintönig war, mir aber gleichzeitig Einblick in die teilweise leicht chaotische Arbeitsweise der Pakistanis gegeben hat. Alle sind sehr nett und interessiert und fragen ob ich Kricket spiele, Orange möchte, was ich studiere und wie alt ich bin (in dieser Reihenfolge!). Als ich auf die Frage welcher Religion ich folge (grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass ich Christ bin) etwas zögere, da ich ja eigentlich tatsächlich keiner Religion folge, kommt die meiner Meinung nach ernst gemeinte und sehr verwirrende Frage ob ich dem Kommunismus folge oder Hitlers Regeln. (Hitler und sein Ruf in Südasien siehe hier). Da der einen Mitarbeiterin wohl bewusst war, dass der Kommunismus keine Religion ist und Hitler lieber nicht erwähnt werden sollte, stoppte sie ihren Kollegen relativ schnell was in einem unangenehmen Schweigen endete, das erst an der Essensausgabe in der Kantine endete.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen